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Veröffentlichung:
11.10.2009
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(KK - Hannover) Den Sehfahrernationen und Kolonialisten haben wir es zu verdanken, dass wir Deutsche mittlerweile auch in recht exotische Regionen fliegen können, ohne die EU zu verlassen. So ist es auch mit Gran Canaria. Die Insel ist Afrika vorgelagert und gehört zu einer kleinen Inselgruppe vulkanischen Ursprungs. Die Nachbarinseln dürften ebenfalls jedem bekannt sein. Sie heißen nämlich Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten. Im Zentrum von Gran Canaria erhebt sich ein schon längst erloschener Vulkan, der Pico de las Nieves, wie ich bei meinem Anflug auf den Flughafen erfahre. Deutlich kann man die Furchen sehen, die die Insel durchziehen und einst die Flussbette der Lavaströme bildeten.
Die Insel liegt im Einflussbereich der Passatwinde. Während sie an den Inselbergen aufsteigen, sorgen sie an den Nordhängen für reichlichen Niederschlag. Man sieht also, dass Gran Canaria eine Insel der Gegensätze ist. Die Südinsel wiederum liegt unter dem Einfluss der trockenen Winde aus der Sahara. De Insel besteht also folgerichtig aus recht unterschiedlichen Vegetationszone. Der Norden wird von Lorbeerwäldern dominiert, während der Süden von einer eigenartigen Wüstenregion geprägt ist. Wir ich mir erklären lassen darf, heißen die dortigen Pflanzen „Wolfsmilchgewächse“. Es sind kakteenähnliche Gewächse. Aus Amerika wurden Feigenkakteen eingeführt, die sich rasch ausgebreitet haben. Doch als ob die Natur die Insel nicht hart genug gebeutelt hätte, hat auch die intensive Nutzung der Insel durch den Menschen die Wälder stark schrumpfen lassen.
Sehenswürdigkeiten
Nach soviel Trockenheit, Dürre und wüstenartigen Regionen fragt man sich, was den besonderen Reiz der Insel ausmacht, denn schließlich ist es eine Vulkan-Insel. Der Palmitos Park ist ein Vogelpark, der sich über eine Fläche von rund 20 Hektar erstreckt. Er liegt etwa zehn Kilometer nördlich des Maspalomas-Südstrandes. Es ist kaum zu glauben, doch in dieser subtropischen Oase mit kleinen Quellen und Seen waren bis zum Brand Ende Juli 2007 verschiedene Arten von Palmen aus aller Welt zu sehen, weiterhin konnten 1.200 Vögel, Schmetterlinge und eine Anpflanzung von über 400 Arten von Kakteen, Agaven und Orchideen betrachtet werden. Seit 2008 ist der Park für die Besucher wieder zugänglich gemacht worden.
Traumstrände für Touristen
Wüsten, Kakteen und tropische Oasen. Da fragt man sich, wo auf Gran Canaria Platz für den Erholungsurlauber ist. Auch hier überrascht die Insel. Denn jährlich besuchen etwa 2,2 Millionen Touristen die Insel. Die Urlauber fahren vor allem in die touristischen Zentren im Süden mit den Orten Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín. Für all diejenigen, die dem Winter in Nordeuropa entfliehen wollen, eignet sich Gran Canaria besonders. Schließlich gehört die Insel zu Spanien und damit zur EU. Aber auch in den Sommermonaten ist das Klima auf der Insel zumeist gemäßigt. Verantwortlich dafür ist der kalte Kanarenstrom, an dem die Insel liegt. Ganzjährig schwanken die Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad. In der Fachliteratur wird Gran Canaria deshalb auch die Insel des ewigen Frühlings genannt.
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Veröffentlichung:
11.10.2009
- (C17303)
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letzte Bearbeitung:
12.10.2009
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